Was machen Ernährungsberater?

Was machen Ernährungsberater? Diese Frage stellen sich Menschen, die sich für eine entsprechende Tätigkeit interessieren, ebenso wie all diejenigen, die es in Betracht ziehen, einen Ernährungsberater aufzusuchen. Das Berufsbild ist demnach für viele Menschen von großem Interesse. Wer beispielsweise darüber nachdenkt, per Fernstudium Ernährungsberater zu werden, und sich somit einer großen Herausforderung neben dem Beruf stellen will, sollte im Vorfeld wissen, wohin das Ganze karrieretechnisch führen kann.

Zunächst ist festzuhalten, dass Ernährungsberater keine geschützte Berufsbezeichnung ist und sich demnach jeder so nennen darf. Im Gegensatz dazu ist der Diätassistent ein staatlich anerkannter Medizinalfachberuf. Folglich gilt es zwischen der Diättherapie und der Ernährungsberatung streng zu differenzieren.

Ziele der Ernährungsberatung

Die Ernährungsberatung zielt im Allgemeinen darauf ab, den Patienten zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit zu verhelfen. Dabei geht es allerdings nicht darum, Krankheiten zu behandeln, denn dies wäre ein Fall für eine Diättherapie durch einen Ernährungsmediziner oder Diätassistenten. Die Ernährungsberatung ist eher im Bereich der Prävention und Gesundheitserziehung angesiedelt. Dementsprechend richten sich die Angebote vornehmlich an gesunde Menschen sowie all diejenigen, die zwar bereits Risikofaktoren für Erkrankungen aufweisen, aber nicht erkrankt sind.

Anders als vielfach angenommen richtet sich die klassische Ernährungsberatung an Gesunde in besonderen Lebenssituationen. Dazu können beispielsweise Leistungssport, ein noch nicht krankhaftes Übergewicht oder auch eine Schwangerschaft gehören. In all diesen Situationen bestehen besondere Bedürfnisse, auf die die Ernährungsberatung ausführlich eingeht.

Aufgaben und Tätigkeiten als Ernährungsberater/in

Berufstätige, die per Fernstudium Ernährungsberater werden möchten und keiner einschlägigen Tätigkeit nachgehen, haben als Quereinsteiger zuweilen keine genauen Vorstellungen davon, wie der berufliche Alltag für sie als Ernährungsberater aussehen könnte. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Berufsbild ist daher unausweichlich. Grundsätzlich geht es immer darum, den Patienten beziehungsweise Klienten eine ausgewogene und gesunde Ernährung näherzubringen. Zunächst erfolgt ein ausführliches Gespräch mit anschließender Analyse des Ist-Zustandes. Oftmals muss man beim ersten Besuch ein Ernährungstagebuch der vergangenen Tage oder Wochen mitbringen. Der Ernährungsberater kann sich auf diese Art und Weise einen Eindruck von den Essgewohnheiten seines Gegenübers verschaffen und daraus Tipps zur Optimierung der Ernährung aussprechen. Wie der Name bereits aussagt, ist die Beratung der Kern der Tätigkeit als Ernährungsberater/in.

Zusätzlich ist die Ausarbeitung von Plänen eine wichtige Aufgabe in der Ernährungsberatung. Der Klient kann diesen konkrete Tipps entnehmen und hat so einen Leitfaden zur Hand, der ihm den Weg zu einer gesünderen und ausgewogeneren Ernährung aufzeigt. Die Erfolgskontrolle kann ebenfalls von großer Bedeutung sein. Wer beispielsweise ein wenig abnehmen will und zu diesem Zweck die Unterstützung eines Ernährungsberaters in Anspruch nimmt, erhält eine kontinuierliche Begleitung und kann sein Gewicht stets in der Praxis des Ernährungsberaters kontrollieren lassen. Anhand des Ernährungstagebuchs kann der Ernährungsberater dann stets feststellen, woran es hapert, wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt. Bei Bedarf verweisen Ernährungsberater ihre Klienten auch an den Arzt oder kooperieren mit diesem, um eine bestmögliche Betreuung gewährleisten zu können.

Ernährungsberater informieren zudem die Bevölkerung in Sachen Ernährung und Lebensmittel. Zu diesem Zweck halten sie Vorträge, führen Schulungen durch oder offerieren Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen der Ernährungslehre.

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